“Freiheit-Macht-Erfolg” als einzigartiges eBook bei Amazon erschienen!

Liebe Freunde, liebe Leser!

 

Es ist so weit! Mein E-Book „Freiheit, Macht, Erfolg – der Weg zur persönlichen Souveränität“ ist zum Download auf Amazon bereitgestellt. Ich möchte dieses Buch Euch, meinen treuen Lesern, ganz besonders ans Herz legen, denn darin finden sich erprobte Erkenntnisse aus Wissenschaft, Philosophie, Wirtschaft, Politik, Geschichte und der Erfahrung der erfolgreichsten Personen aller Zeiten. Wer den Mut hat ein Leben in Freiheit zu führen, selbst bestimmt sein Dasein in die Hand zu nehmen und seine Ziele zu erreichen, für den ist dieses Buch der ideale Begleiter und Ratgeber – ja ein guter Freund.

Freiheit-Macht-Erfolg Buchcover

 

Für wen ist dieses Buch geschrieben?

 

Wer ein Leben führen möchte, wie es die Welt noch nicht gesehen hat, der braucht dieses Buch!

 

Wer das Drehbuch seines Lebens selbst schreiben möchte, der braucht dieses Buch!

 

Wer sein volles Potenzial verwirklichen möchte, der braucht dieses Buch!

 

Wer sich nichts vormachen lassen möchte, sondern die Wahrheit hinter den Dingen erkennen möchte, der braucht dieses Buch!

 

Wer der Zukunft nicht passiv begegnen möchte, wer nicht verunsichert und ohne Plan vor den Entwicklungen der schnelllebigen Zeit stehen und sich nicht wie ein Blatt im Wind treiben lassen, sondern den Kurs seines Lebens selbst bestimmen möchte, der braucht dieses Buch!

 

Wer mehr sein möchte als ein Schaf in der Herde, das alles für andere oder die „anonyme Autorität“ tut, sich dabei aber selbst verrät, der braucht dieses Buch!

 

Für denjenigen, für den Freiheit, Glück, Erfolg und Erfüllung keine bloßen Worte, sondern konkrete Lebensziele sind, für den ist dieses Buch geschrieben.

 

 

Worum es geht

Der Charakter eines Menschen ist sein Schicksal! Wir alle sehnen uns nach Freiheit, nach einem erfüllten Leben und doch sind es nur die wenigsten, die ein solches erleben. Die meisten machen zu viele Zugeständnisse an das Leben und verraten dadurch sich selbst; allzu oft wird „ja“ gesagt wo ein entschiedenes „Nein“ hätte gesagt werden müssen. Anstatt souveräne „Löwen“ zu sein, führen die meisten Menschen ein Leben der Mittelmäßigkeit, als Teil einer Herde, deren einziger Zweck es ist die Interessen anderer zu erfüllen. Das Streben nach Komfort und Konfliktfreiheit führt nur vermeintlich zum „guten Leben“, in Wahrheit jedoch ist es der Pfad zur Hölle.

 

Mit diesem Buch wird ein anderer Weg beschritten. In einem 42-Tage-Programm kämpft sich der Leser Schritt für Schritt aus der Hölle der Mittelmäßigkeit heraus ans „Licht“, zu dem Leben, das ihm oder ihr zusteht, eines, welches das Geburtsrecht von uns allen ist und das den wahren Zweck unseres Daseins darstellt. Das Entscheidende dabei ist es zu erkennen, dass die wahre Gefahr für uns nicht darin besteht, dass unser Leben endlich ist, sondern darin dass es niemals beginnt! Das größte Risiko, das man im Leben eingehen kann besteht darin niemals ein Risiko einzugehen.

 

Zögern bedeutet das Gute aufzuschieben!

Worauf wartet Ihr noch? Das Leben duldet keinen Aufschub und jeder Tag, an dem einer zögert und glaubt in Zukunft auch noch genug Zeit zu haben, um das Leben zu beginnen, zu dem er geboren ist, das sein Geburtsrecht darstellt, ist ein verlorener Tag!

Freiheit-Macht-Erfolg Buchcover

 

 

            Mit den besten Empfehlungen euer Oliver Märk

 

Wie man an sich selbst glaubt

Glaube-Handlungen-ErgebnisseGlaube! Wenn man von diesem hört, so denkt einer oft an eine ganz bestimmte Form davon. Je nach Weltanschauung, Religion oder Philosophie, ist damit eine spezifische Form des Glaubens gemeint. In diesem Artikel meine ich mit Glauben jedoch den Glauben an sich selbst. Es versteht sich, dass dieser Glaube nicht im leeren Raum existieren kann und auf einem Fundament aufbauen muss, einem Fundament auf dem das Leben gründet. Insofern ist jeder vernünftige Mensch ein „Fundamentalist“, denn ohne Basis ist ein ordentliches Leben nicht zu führen, und dieser heute so oft negativ verwendete Ausdruck „Fundamentalist“ erscheint dadurch bei genauerer Betrachtung in einem ganz anderen Licht. Das nächste Mal, wenn euch jemand als Fundamentalisten bezeichnet, so fasst dies als ein Lob auf, denn ein solches ist es in Wirklichkeit auch, auch, oder gerade dann, wenn es von euren Feinden kommt. So ist etwa ein starker und geprüfter Glaube an Gott das stärkste Fundament über das ein Mensch überhaupt verfügen kann, denn die Verankerung eines solches Menschen liegt nicht in der vergänglichen Welt (bzw. einem vergänglichen Universum), sondern in der Ewigkeit, beim allmächtigen Schöpfer. Hier an dieser Stelle soll jedoch von einem anderen Glauben die Rede sein, nämlich von jenem, der uns ermöglicht direkt und aktiv auf die Welt einzuwirken und zwar unabhängig davon, auf welchem Fundament unser Leben in concreto auch stehen mag.

 

Was ist der Glaube an sich selbst?

Zu glauben bedeutet zu vertrauen. Wenn ich an mich selbst glaube, dann vertraue ich darauf, dass ich in der Lage bin etwas tun zu können. Ich nehme damit an, und zwar ohne zu wanken und zu schwanken, dass ich die Fähigkeit besitze etwas bewegen zu können, sprich: Glaube an sich selbst bedeutet immer sich seiner eigene Macht (=Können) gewiss zu sein. Daraus folgt, dass ich meinem Denken, meine Fühlen und meinem Handeln zutraue bestimmt und kontrolliert auf die Welt einwirken zu können, um bestimmte erwünschte Resultat herbeizuführen. Dazu ist es notwendig, dass in meinem Inneren eine Kooperation zwischen den verschiedenen Antrieben, Vorstellungen, Gedanken und Gefühlen besteht, denn ansonsten stehe ich mir selbst im Weg und bewege überhaupt nichts. So theoretisch all dies auch sein mag, so wichtig ist es doch sich dieser grundlegenden Tatsachen bewusst zu sein.

 

Was nicht funktioniert

Viele meinen der Glaube an sich selbst könne direkt hergestellt werden, durch Techniken, die darauf abzielen den Geist zu „programmieren“. Man versucht durch allerhand Suggestionen und „Mantras“ seine eigene innere Einstellung zurechtzubiegen, um eine erwünschte Geisteshaltung zu erzwingen (je nach Methode mit mehr oder weniger gewaltsamen Mitteln). Dabei vergisst man jedoch, dass wir Menschen über einen inneren Kompass verfügen, der Schwindeleien erkennt. Wie sehr wir uns der Ausschläge dieses Kompass’ bewusst sind, ist von Person zu Person unterschiedlich, doch ist es unmöglich sich selbst zu belügen. Der viel gehörte Rat „Fake it until you make it!“ funktioniert nur dem Anschein nach – in Wirklichkeit bewirkt man auf diese Art nichts. Der innere Richter ist in Wahrheit unbestechlich, man kann auch sagen das Gewissen, und es bedarf allerhand Kunstgriffe, damit das Bewusstsein sich einbildet dem wäre nicht so. Tatsächlich kann man diese Art der inneren Verbiegung in unsrer Zeit sehr häufig beobachten.

 

Was funktioniert

Der menschliche Geist lässt sich am besten über die indirekte Methode angehen und beeinflussen. Erkennen wir an, dass wir vor unserem Gewissen bestehen müssen und dieses uns schaden wird, wenn wir es korrumpieren oder ignorieren, sehen wir ein, dass wir für unseren Glauben, für unsere Einstellung gegenüber der Welt und uns selbst, gute Gründe anführen müssen. Wir werden uns dann darum bemühen solche soliden Gründe zu liefen. Darum ist es auch so wichtig die Freiheit des Gewissens eines jeden Menschen anzuerkennen und niemandem diesbezüglich Zwang anzutun. Uns ist dann klar geworden, dass wir nur auf etwas Substanzielles, etwas Reales zurückgreifen können, um einen Glauben an uns selbst zu entwickeln. Wenn wir keinerlei Hinweise darauf haben, dass wir etwas können, sind wir auch nicht in der Lage einen gerechtfertigten Glauben zu entwickeln, dass wir es können.

Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn wenn wir diese Einsicht zu eng interpretieren, verweigern wir uns selbst unser Wachstum und bleiben stets auf der Stelle stehen, da wir dann nur das glauben, was wir bereits erreicht haben und uns nicht trauen Neues zu tun. Das ist hier allerdings keinesfalls gemeint, denn gerade an der Fähigkeit zu wachsen wächst auch der Glaube daran, dass wir unsere bisherigen Grenzen sprengen können und zu ganz neuen Dingen in der Lage sind.

Sehen wir uns zur Entwicklung des Glaubens jene Grafik an, mit der dieser Beitrag anfängt. Sie zeigt ein Dreieck, das aus den Eckpunkten „Glaube“, „Handlungen“ und „Ergebnisse“ besteht. Bei diesen Eckpunkten bedingt jeder einen anderen und wird wiederum von einem anderen bedingt. Im Ganzen bilden sie einen Kreislauf. Wer an sich glaubt, der handelt auch in diesem Glauben, was dann zu den entsprechenden Ergebnissen führt, welche wiederum den Glauben bestärken.

Es stellt sich nun die Frage, wo in diesem Kreislauf sich der beste Ansatz befindet, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Dabei ist uns bereits klar geworden, dass der Glaube selbst im Wesentlichen eine passive Größe ist und sich aus anderem ableitet, als dass er selbst aktiv und direkt herbeigeführt werden könnte. Er steht also zu einem großen Teil außerhalb unserer unmittelbaren Kontrolle. Die Ergebnisse wiederum stehen völlig außerhalb unserer Kontrolle, denn egal wie wir Menschen auch handeln mögen, Ergebnisse sind stets „außerhalb“ von uns und unterliegen vielen Faktoren, die sich uns entziehen. Das einzige, was der Mensch völlig unter seiner Kontrolle hat sind seine eigenen Handlungen. Deshalb kann die Schlussfolgerung hier nur lauten: Der Ansatzpunkt zur Entwicklung des Glaubens an sich selbst besteht in den eigenen Handlungen!

Freilich braucht es zu den entsprechenden Handlungen nicht irgendein Handeln, sondern ein gezieltes, kontrolliertes und intelligentes Tun. Solches erwirbt man sich durch die Entwicklung der eigenen Denkfähigkeit, durch Lernen und durch Erfahrung. Wichtig ist es deshalb auch die Flinte bei einem Fehlschlag nicht gleich ins Korn zu werfen, sondern die Ursachen seines Scheiterns möglichst nüchtern zu ergründen. Allerdings braucht jede Handlung wenigstens ein Minimum an Glauben, denn ist ein solcher nicht einmal in geringen Spuren vorhanden, wird kein Mensch aktiv werden. Sollte man sich in einer solchen traurigen Situation befinden, braucht es einen radikalere „Therapie“. Dann muss in der eigenen Vergangenheit geforscht werden, um sich an frühere Erfolge zu erinnern und daraus den nötigen Antrieb zu entwickeln. Jeder Mensch hatte in seinem Leben bereits Erfolg, und sei es auch nur die Tatsachen, dass er noch am Leben ist. Es ist deshalb bei jedem auch ein Minimum vorhanden, um zur Aktivität zu schreiten. In manchen Fällen bedarf es dazu möglicherweise fremder Hilfe, doch völlig hilflos ist kein Mensch, sollte er auch einen solchen Glauben entwickelt haben.

Hier soll auch nicht der gegenteilige Kreislauf, sozusagen der „negative Kreislauf“ oder die „Bremsung“ verschwiegen werden. Mangelnder Glaube führt dazu, dass wir nicht handeln, was wiederum zu keinen oder von anderen bestimmten Ergebnissen führt, was wiederum unsere Gefühl für das eigene Können reduziert und so weiter und so fort. Es ist deshalb sehr gefährlich in diesen negativen Kreislauf zu verfallen, denn damit ist eine Abwärtsspirale eingeleitet, die nur schwer wieder aufzuhalten ist, wenn man sich einmal an sie gewöhnt hat. Ist der Schlüssel zum Erfolg die Tat, dann ist der Weg zum Verderben die Tatenlosigkeit, die Lethargie und endlich die Hoffnungs- und Machtlosigkeit. Dieses Blog soll unter anderem auch dazu dienen gegen diese Hoffnungs- und Machtlosigkeit vieler Menschen in unserer modernen Welt anzugehen und aufzeigen, dass Glaube und Macht des einzelnen im Wesentlichen an ihm selbst und nicht an den anderen, den Umständen, dem Schicksal, oder was auch immer dazu gesagt werden mag, liegen.

 

Schlussfolgerung

An sich selbst zu glauben ist einfach aber nicht leicht. Einfach deshalb, weil es sich dabei nicht um „Raketentechnik“ handelt, nicht leicht, weil die praktische Umsetzung den meisten Schwierigkeiten bereitet, gilt es doch eine „Anfangsenergie“ aufzubringen, die sich aus den bisherigen Lebenserfahrungen nicht ableiten lässt. Der springende Punkt besteht darin zu handeln, wie man handeln muss, um seine Ziele zu erreichen, auch dann, wenn der entsprechende Glaube kaum vorhanden ist. Der ganze Kreislauf von Handlungen-Ergebnisse-Glaube verstärkt sich laufend selbst, ebenso wie Untätigkeit zur Misere und zum entsprechenden Mangel an Glauben an sich selbst führt. Letztendlich gibt es im Leben nur die Wahl zwischen Licht und Schatten. Deshalb lasst uns die Entscheidung für das Licht treffen!

Euer O. M.

Emerson über Selbstvertrauen

Emerson Ralph WaldoEiner der herausragendsten Texte, die je zum Thema „Selbständigkeit“ geschrieben wurden ist der 1841 erschienene Essay „Self-Reliance“ des amerikanischen Philosophen Ralph Waldo Emerson (1803-1882). Brillant schildert Emerson darin die gesellschaftliche Realität, die Prägung der Menschen auf konformistisches Verhalten aber auch das, was ein selbstbestimmter, freier Mensch sein kann, wenn er den Mut aufbringt sich gegen den Anpassungsdruck zu wehren und sich als Individuum durchzusetzen. Für alle freiheitsliebenden Individuen ist dieser Aufsatz ein Muss und tatsächlich ist er bis heute einer der großen „Offenbarungstexte“ der ganzen Selbsthilfeliteratur. Emerson steht ganz in der Tradition (wenngleich er selbst nicht viel von Tradition hielt) der westlichen Kultur, die in ihrem Kern durch den Aufstand des Individuums gegen die Gattung gekennzeichnet ist.

 

Die Realität des „gewöhnlichen“ Menschen

            Um es ganz deutlich zu sagen, die meisten Menschen leben wie Schafe, folgen Autoritäten, die heutzutage freilich anonym sind und deshalb weniger erkannt werden. Im Englischen ist deshalb auch der Begriff „Sheaple“ („Schafleute“) gebräuchlich. Die meisten Menschen werden durch ihre Umwelt viel mehr geformt, als dass sie selbst Einfluss auf diese nehmen. Sie sind passive Produkte, anstatt aktive Individuen, Schaffende zu sein. Das kommt auch darin zum Ausdruck, dass die meisten Menschen weitaus mehr konsumieren, als sie selbst Produktives hervorbringen.

Es ist leicht für den Menschen nach der Meinung der Gesellschaft zu leben, wenn er in dieser lebt, ebenso, wie es für den einsam und zurückgezogen Lebenden leicht ist nach seinen eigenen Vorstellungen zu leben. Doch wird es sehr schwer, wenn einer nach seiner eigenen Weise unter vielen anderen leben möchte. Die meisten scheuen die Konfrontation, gehen den leichten Weg und werden damit zu angepassten Mitgliedern der Gesellschaft.

            Die Menschen haben Angst davor Fehler zu machen und klammern sich deshalb ängstlich an das Bekannte und vermeintlich „Sichere“. Wahrscheinlich die größte Gefahr des Konformismus’ besteht darin, dass er den Menschen nicht nur in Teilen, sondern vollkommen korrumpiert. Der Massenmensch ist derart in seinem künstlichen, antrainierten Verhalten erstarrt, dass man kein wahres Wesen, keinen Kern mehr erkennen kann. Es ist deshalb auch nicht mehr möglich Menschen wirklich einzuschätzen. Hauptsächlich deshalb, weil ein solcher Kern gar nicht mehr vorhanden ist. Abraham Maslow hat in seinen Studien zu den „Selbstverwirklichern“ darauf hingewiesen, dass „echte“ freie Menschen auch nur das Echte und Authentische schätzen und sich deshalb meist wenig mit gewöhnlichen Menschen abgeben, die größtenteils gesellschaftliche Kunstprodukte sind.

Die Gesellschaft hasst das selbständige Individuum, sie will keine freien Menschen und droht mit Außerseitertum und Ausschluss, sollte man ihr nicht folgen. Die Gesellschaft lebt nicht in der Realität, sondern in Worten, Konzepten und „Gesetzen“.     

 

            Das Erwachen des Individuums

Kein bewusst lebender Mensch kommt über kurz oder lang an der Einsicht vorbei, dass Nachahmung Selbstmord ist. Jeder sehnt sich nach Erfolg und Glück im Leben, doch die wenigsten orientieren sich dabei an sich selbst, sondern studieren „Vorbilder“, versuchen Idolen nachzueifern und sind ständig auf der Suche nach der „geheimen Formel“, die all ihre Träume erfüllen soll.

Die Schwierigkeit für das Individuum besteht nicht so sehr darin die Ketten zu erkennen, die es am freien Leben hindern, sondern an der Entwicklung des entsprechenden Mutes, der entsprechenden Charakterstärke, um sein Geburtsrecht, die Freiheit, in Anspruch nehmen zu können. Es wird nur allzu oft vergessen, dass Freiheit etwas Aktives ist, etwas, das man sich nimmt. Meist wird Freiheit jedoch passiv verstanden. Eine solche Freiheit ist ein reiner Schein, denn sie besteht lediglich darin, dass einem ein Spielraum gewährt wird, dessen Kontrolle liegt jedoch völlig außerhalb des Individuums.

Emerson glaubte fest an das Genie des Individuums, an seine Fähigkeit Einzigartiges hervorzubringen. Er definiert Genie als „an den eigenen Gedanken zu glauben, – zu glauben, dass, was für uns im Innersten unserer Seele wahr ist, wahr sein muss für alle Welt.“ Auch sei letztlich nichts heilig als die Integrität des eigenen Geistes des Individuums. Kein Gesetz könne heilig sei, als jenes der eigenen Natur. Er geht sogar so weit, dass er meint „ein Mann muss sich selbst aller Opposition zum Trotz durchsetzen; als ob alles außer ihm nur ein Schein- und Eintagsleben führen würde.“ Weiters führt er weiter aus: „mich kümmert einzig, was ich zu tun habe, nicht was die Leute denken. Diese Regel, gleich schwer zu befolgen im wirklichen wie im geistigen Leben, macht den ganzen Unterschied zwischen Größe und Gemeinheit aus.“

            Wenn wir den Vorstellungen anderen folgen, verraten wir uns dabei selbst und vergeuden dabei unsere Kräfte. Wir müssen auf unsere Träume achten, auf unsere Intuition. Gerade jene Dinge, die Eindruck auf uns machen sind ein guter Hinweis darauf, wo unsere Berufung liegt. Es gibt einen guten Grund, warum uns etwas anspricht und dieser Grund ist nicht willkürlich! Wir müssen sein wie die Kinder, die noch keinen rebellischen oder zerrissenen Geist haben, einfach und nüchtern die Realität erkennen und schnelle und richtige Urteile über Menschen und das Leben treffen. Bei der Entdeckung des eigenen Weges geht es nicht darum, etwas dazuzulernen, sondern abzulegen, was Erziehung uns Sozialisation in uns hineingelegt haben, denn diese Dinge gehören nicht zu uns. Sich selbst zu vertrauen heißt im Kern sich selbst zu genügen, die anderen und die Dinge der Welt nicht zu brauchen.

Emerson zeigt sich als wahrer Freund des Menschen und zwar nicht des Menschen als Abstraktion, sondern als konkretem Wesen. So steht in „Self-Reliance“ auch folgender wunderbare Satz: „Der Mensch muss so viel sein, dass er Lage, Umstände und Umgebung gleichgültig macht. Jeder wahre Mensch ist eine Kausalität, ein Land, ein Zeitalter; braucht unendlich viel Raum und Zeit und Zahlen um seine Pläne ganz zu realisieren; – und die Nachwelt scheint seinen Schritten wie ein Klientenzug zu folgen.“

            Emerson macht auch einige kritische Bemerkungen über das Lesen von Büchern und das Reisen. Zwar ist es nicht gegen diese, doch meint er das Aufschreiben habe das menschliche Gedächtnis geschwächt und Bücher trennen einen von der realen Erfahrung im Leben. Reisen wiederum sei sinnlos, solange man nicht eine Heimat besitze. Wenn man in die Welt hinausgehe, um Größeres zu erfahren, als man zu Hause vorfände, wäre dies ein Zeichen von Schwäche. Auch meint er einen wirklichen Fortschritt gäbe es für den Menschen überhaupt nicht, denn mit jeder Neuerung ginge auf der anderen Seite gleichviel verloren. Das sind sehr interessante Überlegungen, die man selbst fortsetzen sollte, gerade in unserer Zeit, in der die meisten vermeinen die technische Entwicklung habe das Leben besser gemacht. Auch wird ein kritisches Wort über die Konsequenz gesprochen. Für Emerson ist es kein Zeichen von Größe, wenn ein Mensch konsequent ist, denn Konsequenz heißt auf einem alten Geleise unter Zwang fortzufahren. Ein wirklich konsequenter Mensch kann sich nicht ändern, kann nicht klüger werden und darf seine Meinung nicht ändern. Welch eine erbärmliche Gestalt! Auch hält Emerson wenig von „Weltverbesserern“, Sozialreformern und all den Gestalten, die unter dem Zwang stehen die Welt verändern zu wollen. Wer sich selbst nicht gefunden hat, wer nicht sich selbst verändert hat, der solle sich enthalten in die Welt hinauszugehen und dort etwas zu verändern.

 

 

Emerson für die heutige Zeit

Das 19. Jahrhundert war, insbesondere in den Vereinigten Staaten, eine Zeit des Individualismus. Und doch zeigt uns Emerson wie sehr auch damals die Menschen zum Konformismus neigten. Um wie vieles mehr würde er sich heute ins Zeug legen, sind die Menschen heute doch bei weitem weniger individualistisch, als in der Vergangenheit. Die angebliche Einzigartigkeit eines jeden einzelnen ist nichts anderes als eine große Illusion – eine Illusion in der die gesamte Gesellschaft unterliegt.

Emerson hatte noch die Hoffnung dass die Menschen allmählich so weit kommen werden, dass sie ihre privaten Bestrebungen in Zukunft so verfolgen werden, wie sie in der Vergangenheit die Ziele der Mächtigen verfolgten. Anstatt zu echten Individualisten geworden zu sein, ist der moderne Mensch wie ein sinnlos vor sich hintreibendes Atom geworden, dass sein Heil in der Rückkehr in den Schoß der Gesellschaft suchte und noch immer sucht. Die großen Massenbewegungen des 20. Jahrhunderts sind ein deutliches Zeichen dafür. Der heutige Mensch vertraut auf Besitz und darauf dass ihn die Gemeinschaft schützen wurde – das ist ja auch das Versprechen mit dem die Menschen geködert werden ihr eigenes Leben zugunsten eines Gemeinwesens aufzugeben. Und machen wir uns nichts vor: jede Gesellschaft ist korrupt, ausnahmslos jede, die irgendwo auf der Welt zu finden ist. Wir sehen dies meist nur bei uns selbst nicht, sondern nur bei den anderen. Vertrauen auf Besitz und auf die Gruppe bezeugen nichts anderes als das mangelnde Selbstvertrauen des einzelnen, ebenso wie Bedauern, Reue und Unzufriedenheit Zeichen von Mangel an Charakterstärke, vor allem an Willenskraft, sind. Nur Feiglinge binden sich an die Dinge der Welt.

Was der heutige Mensch fühlt und was er denkt, kommt nicht von ihm, sondern ist von anderen übernommen, vor allem aber ist er Sklave der „öffentlichen Meinung“. Ängstlich fragt man sich, was die anderen wohl von einem denken, wenn man eine Sache tut, wenn man etwas sagt. Der Zensor sitzt schon lange im Kopf und nur noch in seltenen Fällen ist es notwendig, dass eine gesellschaftliche Sanktion erfolgen muss.

 

Schlussfolgerung

Gott hilft jenen, die sich selbst helfen. Wollen wir authentisch leben, wenn wir wollen, dass unser Leben letztlich gelingt, führt kein Weg daran vorbei, dass wir unserem eigenen Stern folgen und der Welt entgegnen: „Ich habe lange Zeit nach deinen Vorstellungen gelebt, doch nun ist der Zeitpunkt gekommen, dass nur noch mein eigener Kompass mich leitet!“ Wir müssen uns nicht „mechanisch“, sondern vor allem geistig von der Welt trennen – es müssen wir zu unserem eigenen Gesetz werden. Das meint auch Jesus damit dass er sagt: „Die Wahrheit wird euch frei machen“ und „Seid in der Welt aber nicht von der Welt.“

 

Euer O. M.

 

 

(P.S. was meine eigene Person betrifft, so hat das Studium dieses Aufsatzes den letzten Ausschlag gegeben, dass ich mich dafür entschieden haben die Schriftstellerei zu meiner Profession zu machen.)

 

Abhängigkeit – Unabhängigkeit – Interdependenz

Schlagwörter

Entwicklung, Freiheit, Macht

Sign - Lindau 1914Wenn wir uns das Maß der Freiheit ansehen, über das die meisten Menschen in ihrem Leben verfügen, also jenen Grad, indem sie ihrem eigenen Wesen und nicht den Vorstellungen anderer folgen, dann erkennen wir dabei beträchtliche Unterschiede zwischen den einzelnen Individuen. Die Fähigkeit mit der Welt vernünftig zu verfahren ist manchen ohne weiteres gegeben und anderen ist dies völlig unmöglich. Irgendwo dazwischen finden sich die meisten von uns und kommen mit der Welt mehr oder weniger gut zurecht. Das liegt vor allem daran, dass außer uns selbst kaum einer ein Interesse an unserem persönlichen Ausdruck in der Welt hat, einige wenige Menschen, die uns aufrichtig lieben, sind freilich davon ausgenommen, doch das Gros und vor allem die Kultur selbst, fördert weder durch Erziehung, Schulsystem und Sozialisation, und schon gar nicht durch ihre Institutionen unser persönliches Gedeihen. Dies dürfen wir jedoch nicht als ein „Fehler“ auffassen, sondern als die Natur von gesellschaftlichen Institutionen per se, die zu akzeptieren für uns meist unumgänglich ist. Trotzdem ist der einzelne nicht verloren, denn selbst in einer unvollkommenen Kultur (und jede Kultur, die wir finden können, sowohl gegenwärtig, als auch historisch, ist unvollkommen!) ist es für den einzelnen möglich gesünder und selbstentfaltender zu leben, als seine Mitmenschen. Dazu bedarf es jedoch einigen Wissens und schonungsloser Ehrlichkeit mit der sozialen Welt, mit dem „Wasser“, in dem wir schwimmen, wie ein Fisch und das wir kaum verlassen können, wollen wir nicht wie ein Eremit in einer Höhle selbstgenügsam, asketisch und fern aller anderen Menschen unser Dasein fristen.

Abhängigkeit

Jedes menschliche Wesen beginnt in völliger Abhängigkeit. Wir sind abhängig von unseren Eltern, unseren Ernährern, Schutzgebern und Erziehern. Dies ist sozusagen die „Grundbürde“, mit der ein jeder von uns geboren wurde. In dem sehr frühen Stadium unseres Lebens, wie es das Säuglingsalter oder das frühe Kindheitsalter darstellt, haben wir jedoch nicht die geringsten Probleme damit. Wir fühlen uns geborgen, vertrauen unseren Eltern und empfinden das Leben als eine Einheit, in der es kaum Widersprüche gibt. Wir sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht aus uns selbst „herausgefallen“, wie man so schön sagt, genießen relativ große Sicherheit und akzeptieren die Grenzen, die uns von anderen gesetzt werden (wenngleich das berühmte „Trotzalter“ nicht zu vernachlässigen ist). Wir hören vor allem auf die Meinungen jener, von denen wir abhängig sind oder die wir psychologisch brauchen. Dieses „psychologische Brauchen“ kann weit über das Kindheitsalter hinaus bestehen bleiben und manche Erwachsenen bleiben in diesem Aspekt auch lebenslang „Kinder“. Es sind vor allem jene, die nie zu einem eigenständigen Gedanken gelangen, die keine vernünftigen Entscheidungen ohne die Hilfe andere treffen können und ganz allgemein ihre „Angelegenheiten“ nicht in den Griff bekommen. Um frei mit dem Philosophen Immanuel Kant zu sprechen, es sind jene Menschen, die nicht den Mut haben sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. In diesem Stadium befinden sich auch Menschen, die die Tradition verherrlichen, nicht deshalb, weil sie aufgrund ihres eigenen Denkens Gutes in dieser finden oder aus rein nostalgischen Gründen, sondern weil ihre psychische Konstitution sie dazu zwingt auf die Altvorderen zu hören, ungeachtet dessen, ob es sich dabei um eine rationale oder noch zeitgemäße Sache handelt oder nicht.

Unabhängigkeit

Wenn der Mensch älter und reifer wird, verlässt er allmählich das Kindheitsstadium und tritt in die Phase der Jugend ein. Nun dreht sich das Meiste um, was bisher für normal gehalten wurde: Aus Gehorsam wird Ungehorsam, aus Vertrauen wird Misstrauen, aus Akzeptanz wird Ablehnung und aus der ungebrochenen Einheit des Lebens wird eine mehr oder weniger große Zerrissenheit. Bei den alten Wikingern wurden die Jugendlichen nicht umsonst als „Geisteskranke“ angesehen, die außerhalb der Gemeinschaft standen und sich mit Billigung der Gesellschaft „austoben“ durften, bis sie ihren Platz im Gemeinwesen gefunden hatten. Eine derartige „Absonderung“ und Toleranz den Jungen gegenüber vermissen wir heute in den „zivilisierten“ Gesellschaften, vor allem des Westens, sehr.

In der Teenagerzeit fühlt sich der junge Mensch meist von der Macht anderer bestimmt, gegen die er rebelliert. Er versucht unabhängig zu sein, bis hin zur Eigenbrötlerei, er versucht seinen eigenen Weg zu finden, lehnt das Alte ab und betont das „Innere“, das Gefühl besonders stark. Es ist die Zeit des Sturm und Drang, der Suche der eigenen Entfaltung. Nicht selten geht damit ein ausgeprägter Narzissmus einher, der mit einer Art „Geniekult“ gepaart ist. In dieser Zeit hält man sich für unsterblich und mit großen Fähigkeiten ausgestattet, die man in der Welt entfalten möchte. Gleichzeitig aber ist dies auch eine Phase der großen Unsicherheit und Unsicherheit ist auch immer der Bodensatz, auf dem der Narzissmus sich bildet.

In dieser Zeit gibt es kaum einmal eine Gemütsruhe, die Dichotomien des Lebens sind ausgeprägter, als zu irgendeiner anderen Zeit des Lebens, aber gleichzeitig sind die Menschen in diesem Alter offener für Neues, als sonst irgendwann. Das Gehirn verfügt über mehr Verbindungen, als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt im Leben und es ist nicht übertrieben auch vom neurologischen Standpunkt aus von einem „Chaos im Gehirn“ zu sprechen. Glücklicherweise überwinden die meisten Menschen diese Phase und treten in eine reifere erwachsener Phase ein, in der sich das Gehirn dann selbst wieder auf ein gesundes Maß reduziert und damit wieder vernünftiger mit dem Leben umgehen kann.

Das Paradoxon dieser Phase steckt jedoch darin, dass je mehr man nach Unabhängigkeit strebt, desto mehr wird man Sklave, entweder neuer Autoritäten oder des eigenen Images. Denn Sklave des eigenen Selbstbildes (meist als „Ego“ bezeichnet) zu sein oder sogar des Bildes, das andere von einem haben, ist nicht weniger dem eigenen Wesen abträglich, als der Gehorsam gegenüber den alten Autoritäten. In dieser Unabhängigkeitsphase werden Zwänge meist falsch interpretiert: Das „Böse“ wird vor allem in den anderen gesehen, meist in konkreten anderen Personen, die Autoritäten darstellen, teilweise aber auch im „System“ und der Gesellschaft selbst. Sich selbst fasst man dagegen meist als positiv auf und man hätte nicht die Probleme, die man hat, wenn die anderen und die Welt einen nur gewähren ließen – so denkt man zumindest.

Interdependenz

Ist der Mensch weiter fortgeschritten und hat die chaotische Jungendzeit überwunden, dann tritt er in ein reiferes Stadium ein, das sich selbst über das ganze Leben, von nun an, fortsetzt und in den meisten Fällen stets weiter zunimmt. Wir erkennen dann, dass wir unser Wesen weder in der Abhängigkeit, noch in der Unabhängigkeit der Jugend voll zur Entfaltung bringen können, sondern nur in der konstruktiven Kooperation mit anderen Menschen. Nichts Großes kann völlig ohne die Hilfe anderer erreicht werden und wer es nie gelernt hat mit anderen fruchtbare Kontakte aufzubauen und zu nutzen, wird es ein Leben lang schwer haben. Die „Umwelt“ besteht für den Menschen nur zu einem Teil aus der Natur, wie sie etwa die Naturwissenschaften beschreiben, vielmehr jedoch ist die Umwelt für den Menschen, das „Soziale“, das Medium, in dem er sich die meiste Zeit über bewegt und in dem sich sein Schicksal im Wesentlichen entscheidet.

Nun erkennt der Mensch, dass Freiheit nicht darin besteht bindungslos zu sein, sondern nur solche Verbindungen mit anderen zu unterhalten, die nicht auf Ausbeutung beruhen, sondern dem gegenseitigen Vorteil dienen. Der Kampf des Lebens löst sich immer mehr auf und es geht nicht darum „du oder ich?“ sondern um „du und ich!“. Die Dichotomien lösen sich zunehmend auf, das „Innere“ und das „Äußere“ werden als gleich wichtig angesehen, Vernunft und Gefühl arbeiten zusammen und stehen nicht mehr in einem Widerspruch miteinander. Dadurch wird auch die Wahrnehmung der Realität besser, da das Maß der Akzeptanz der Wirklichkeit steigt und immer weniger davon abhängig ist, welche persönlichen Vorstellungen einer hegt. Es darf sein, was ist und es wird nicht mehr darauf bestanden, dass „nicht sein kann, was nicht sein darf“. Vor allem aber erkennt der einzelne, dass er selbst über Macht verfügt, dass er Schöpfer und nicht Beobachter der Welt und seines Lebens ist. In der Unabhängigkeitsphase wehrt sich der Mensch gegen Zwänge; er hat das Gefühl das Schicksal, mehr noch die „anderen“ trieben ihr Spiel mit ihm und jeder wolle etwas von ihm. Nun erkennt er, dass Macht nicht nur außen, sondern gerade auch in ihm selbst liegt.

Conclusio

            Natur und Kultur stehen vorderhand in einem gewissen Gegensatz zueinander, wobei die Natur meist mehr von der Kultur zu fürchten hat, als umgekehrt. Natur strebt von der Ordnung zum Chaos; Kultur vom Chaos zur Ordnung. Beide Extreme machen unsere Leben zur Hölle! Freiheit findet sich nur dort, wo Natur und Kultur gleichermaßen regieren, wo Ordnung und Chaos harmonisch ineinander greifen – dort findet sich das wahre, das größte Maß an Freiheit! Danach sollten wir alle streben, denn, wenn es eine „beste aller Welten“ gibt, wie der Philosophie Leibnitz meinte, dann liegt diese genau in der goldenen Mitte zwischen diesen beiden Extremen.

In unserer Zeit und in den meisten modernen Kulturen ist das vorherrschende Mittel der Machtausübung nicht die Gewalt, sondern die Manipulation, in all ihren Spielarten, von denen die meisten effektiven fast ausschließlich indirekter Natur sind. Die Freiheit des Menschen geht heute so weit, wie seine Bewusstheit und seine Selbstdisziplin geht. Dies sind die beiden potentesten Waffen, die uns zur Verfügung stehen.

Haben wir uns emanzipiert aus den alten Fesseln, dann sind wir damit im positiven Sinne noch lange nicht frei. Finden wir keine solche, dann droht uns eine Verwirrung oder ein Rückfall in alte oder neue Knechtschaft (die möglicherweise auf leisen Sohlen oder unter einer anderen Bezeichnung zu uns kommt). Wir müssen es lernen eine Sache für uns zu finden, der wir uns ganz hingeben können, ansonsten wird sich eine solche aufdrängen, gegen unseren Willen und wir werden unweigerlich zum Mittel des Willens eines anderen werden. Wenn man in dieser Welt nur Hammer oder Amboss sein kann (wie Goethe meint), dann lasst uns der Hammer sein! (die Ironie dieses Satzes soll hier nicht verhehlt werden).

Aufgeklärt ist der Mensch nicht allein durch das Wissen. Dieses ist nur die eine Hälfte – die andere ist der Mut! Auf diese zweite Komponente wird nur allzu oft vergessen. Es genügt eben nicht wissend zu sein, man muss es auch anwenden können und dies ist ohne Courage nicht möglich. Ein gebildeter Feigling ist ebenso wenig wert, wie ein mutiger Dummkopf. Was wir brauchen ist eine Kombination von Vertrauen (in uns selbst, die Mitmenschen und das Gute, Schöne und Wahre überhaupt), Liebe, Vernunft und die Bereitschaft etwas zu erschaffen – unsere Schöpferkraft! Wenn wir auf die tiefe, meist leise, innere Stimme hören, dann vertrauen wir uns selbst und dann wissen wir auch, wie wir zu leben haben.

Euer O. M.

Reisen bildet – aber nicht jeden

ReisenEs heißt, um seinen Horizont zu erweitern, wäre es gut auf Reisen zu gehen, ferne Länder sich anzuschauen und mit fremden Kulturen in Kontakt zu kommen. Schon der französische Humanist und Philosoph Michel de Montaigne empfahl im 16. Jahrhundert das Reisen als Mittel gegen Engstirnigkeit. Er selbst legte ein deutliches Zeugnis dafür ab, reiste er doch selbst durch halb Europa und machte dabei manch erstaunliche Entdeckung, die ihn sein eigenes Heimatland Frankreich in einem ganz anderen Licht sehen ließ.

Kann man diesem Rat jedoch uneingeschränkt folgen und ist es überhaupt ein guter Rat für jeden? Wie bei den meisten Dingen und generellen Ratschlägen lohnt es sich auch hier einen genaueren Blick auf die Sache zu werfen. Wie sieht es etwa mit einem einfältigen Menschen aus, der die Welt bereist? Mag er noch so weit kommen, mag er noch so viele Dinge sehen, die ihm fremd sind, er wird doch immer nur aus seiner kleinen Narrenwelt heraus die Welt betrachten und am Ende auch der längsten Weltreise wird er völlig unverändert zurückkommen. Wer als Narr in die Welt hinausgeht, der kommt auch meist als solcher zurück.

Es braucht also eine bestimmte Bereitschaft, eine gewisse Geisteshaltung, die bereits vor dem Antritt einer Reise vorhanden sein muss, ansonsten kann der Geist neue Eindrücke nicht wirklich aufnehmen und verarbeiten. Wer sich der Welt mit einem engen Geist nähert, der spuckt alles wieder aus, was er nicht in ein vorgefertigtes Muster einordnen kann. Von einer „Bildung“ kann hier keine Rede sein.

Die Reiseindustrie hat dies erkannt und bietet für viele Leute Reisen an, die zwar bis weit in die Ferne gehen mögen, aber keinerlei geistige Offenheit beim Touristen voraussetzen. So kann einer sein und bleiben wie bei sich zu Hause und ändert lediglich das Klima, die Landschaft und mitunter die eine oder andere Person, mit der er zusammen ist. Wer sich für diese Art des Reisens entscheidet, der darf sich nicht wundern, wenn er nichts Neues in sich aufnimmt, wenn er nichts dazulernt. Doch das ist meist ohnehin niemals das Bestreben gewesen.

Euer O. M.

 

Entscheidende Fragen über Geld

Das Jahr 2015 befindet sich schon im letzten Monat des erstMoneyen Quartals und ich möchte deshalb auf ein Thema zu sprechen kommen, das unser Leben über weite Bereiche hin bestimmt und um das sich ein Großteil aller Dinge dreht: Geld. So sehr wir es alle ständig verwenden, so wenig wissen doch die meisten genauer darüber Bescheid – vor allem, wenn es um die fundamentalen Dinge geht. Wie entsteht etwa Geld? Fragt einmal Politiker und Ihr werdet allerlei Wischi-Waschi-Antworten erhalten. Die Wahrheit ist, dass die meisten Politiker, aber auch Manager und sogar Ökonomen keine Ahnung haben, wie Geld im Grunde erzeugt wird und oft wissen sie noch nicht einmal von wem es „produziert“ wird. Solcher finanzieller Analphabetismus ist dann mitverantwortlich für allerlei Fehlentscheidungen, wie wir sie in der Politik und in der Wirtschaft ständig, sowohl auf nationaler, als auch auf internationaler Ebene, erleben. Die Leser dieses Blogs sollen nicht derartige Analphabeten sein und wissen wie die Dinge in Wahrheit stehen, wenn es sich um eine so wichtige Sache wie das Geld handelt.

 

In den kommenden Wochen und Monaten werde ich mich verstärkt dem Thema Geld und Reichtum widmen und all die Fragen, die sich daraus ergeben. Ich beginne heute damit, dass ich ein paar einfache Fragen über Geld in den Raum stelle, bevor wir dann in weiterer Folge uns im Detail der Materie widmen werden.

Lasst Euch die folgenden Fragen einmal ernsthaft durch den Kopf gehen?

 

Was ist Geld überhaupt?

 

Wie wird Geld erschaffen?

 

Wer erzeugt das Geld? Wer ist dazu berechtigt und wer nicht?

 

Was ist der Wert des Geldes? Wie wird dieser bestimmt? Ist dieser Wert stabil oder verändert er sich? Wenn ja, was ist für diese Veränderung verantwortlich?

 

Was sind die Voraussetzungen und Prämissen, die notwendig sind, damit der Austausch von Waren und Dienstleistungen gegen Geld möglich ist?

 

Ist es notwendig, dass eine menschliche Gesellschaft auf Gegenseitigkeit, das heißt darauf dass einer nur gibt, wenn er dafür auch etwas bekommt, aufgebaut ist?

 

Was berechtigt einen dazu von der Gesellschaft etwas zu bekommen? Können wir uns vorstellen, dass das bloße Bedürfnis nach einer Sache bereits als Berechtigung ausreicht dieses Bedürfnis auch befriedigt zu bekommen (auch wenn keinerlei Gegenleistung durch den Bedürftigen erfolgt)?

 

Steht das „gute Leben“ unweigerlich in Zusammenhang mit Arbeit? Sollte das „gute Leben“ auch jenen Menschen zustehen, die, aus welchen Gründen auch immer, keinen Beitrag zur Gesellschaft leisten oder sollte es reserviert bleiben für die „Leistungsträger“? Sollten wir am alten Dogma „Wer nicht arbeitet soll nicht essen“ festhalten, wobei dieses Dogma doch die Mentalität von Sklaven ausdrückt?

 

Wie verteilen wir unsere Güter und Dienstleistungen? Auf welchen Grundlagen geben oder verwehren wir solche anderen Menschen?

 

Ist es notwendig, dass die Produktion und Verteilung von Gütern und Dienstleistungen an das Geld gebunden sind? Welche anderen Möglichkeiten könnten wir uns vorstellen?

 

Wie würde unsere Gesellschaft aussehen, wenn wir kein Geld mehr hätten? Wenn wir es zum Beispiel völlig abgeschafft hätten?

 

Sollten die Bedürfnisse auch jener Menschen befriedigt werden, die keinerlei Leistung irgendwelcher Art erbringen?

 

Können wir uns eine moderne fortschrittliche Gesellschaft vorstellen, die völlig ohne Geld auskommt, wo Kriminalität, Krieg und soziale Ungerechtigkeit nicht existieren?

 

Welche Gefühle hast Du in Bezug auf Geld? Wie beeinflussen diese dein Leben?

 

Was denkst Du über reiche Leute? Was denkst du über die Armen?

 

Wenn Ihr diese Fragen ernsthaft beantwortet, werden Euch die Augen aufgeben und wahrscheinlich werden die Einsichten, die ihr dabei gewinnt sich nicht bloß auf Geld und alles, was damit in Zusammenhang steht, sondern auf viele andere Bereiche des Lebens auswirken. Deshalb seid gewarnt: Die Beantwortung dieser Fragen kann sehr unangenehm sein und zu manch unorthodoxer Antwort führen, die andere Menschen nicht gerne hören wollen. Versucht einmal diese Fragen im Freundes- und Bekanntenkreis zu erörtern und Ihr werdet erkennen, welche Emotionen dabei hochkommen und wie „hitzig“ solche Debatten meist geführt werden. Geld ist eben ein äußerst emotionales Thema und berührt den Menschen in seinem Innersten – denn, ob es uns gefällt oder nicht, in der heutigen Welt ist das „Herz“ bei den meisten Menschen ans Geld gebunden, egal ob bei reich oder arm. Um frei zu werden, ist es notwendig zum Geld eine entsprechende Einstellung zu entwickeln, die sich von dem unterscheidet, was wir in der Schule und ganz allgemein in unseren Gesellschaften darüber gelernt haben. Die Wahrheit wird uns auch hier frei machen, wenn wir den Mut haben, uns ihr zu stellen.

Geld ist etwas sehr Spirituelles. Die Vorstellung es sei materiell ist falsch und irreführend. In früheren Zeiten, als Geld noch aus Edelmetallen bestand (va. Gold und Silber) konnte man noch von einem „echten“ Wert des Geldes sprechen. Später sicherten solche Edelmetalle in den Safes großer Banken (va. der Zentralbanken) immerhin noch den Wert der Banknoten im Hintergrund, doch heute, wo es nicht einmal mehr diese „Sicherheit“ mehr gibt, ist Geld völlig wertlos! Es ist noch nicht einmal etwas Symbolisches, sondern nichts anderes als eine Phantasie, eine Illusion. In Wahrheit ist Geld ein Glaubenssystem, ein Götze (etwas, das der Mensch selbst geschaffen hat und das er nun als „Werk seiner eigenen Hände“ anbetet). Geld hat an sich überhaupt keinen Wert, alles hängt davon ab, dass Menschen daran glauben. Verschwindet dieser Glaube (wird der Götze zertrümmert), dann werden die Menschen erkennen, was tatsächlich dahinter steckt – das reine Nichts! Wer für Geld arbeitet, ist im Grund korrupt, denn er gibt seine Zeit und Arbeitsleistung her, ohne dafür etwas von Wert zu bekommen, er ist noch erbärmlicher dran, als ein Sklave (der doch immerhin von seinem Herrn erhalten werden muss). Mit dem Geld verhält es sich wie im Märchen von Hans Christian Andersen von des Kaisers neuen Kleidern. Der Kaiser ist in Wahrheit nackt, doch alle geben vor seine schönen Kleider zu sehen. Mit dem Geld jedoch haben wir noch eine höhere Stufe dieser Illusion erreicht, heutzutage ist nämlich nicht einmal mehr der Kaiser vorhanden (früher war er zwar nackt, aber zumindest immer noch da), außer Illusion existiert in unserer Zeit überhaupt nichts mehr! Geld hat überhaupt keinen intrinsischen Wert, es ist die wertloseste Sache, die sich überhaupt denken lässt. Jeder Fetzen Papier, auf den jemand etwas kritzelt, hat einen höheren Wert als etwa eine 500-Euro-Banknote. Stellt Euch nur einmal vor, wie die Gesellschaft erschüttert würde, wenn die wahre Natur des Geldes erkannt werden würde!

Die entscheidende Aufgabe eines souveränen Menschen besteht darin frei von Illusionen zu sein. Es geht mir nicht darum bei Euch eine Abneigung gegen Geld zu bewirken oder andererseits Euch dazu zu bringen wie verrückt nach Geld zu streben. Weder das eine, noch das andere bewirkt, dass Ihr frei von Geld seid. Wer Geld ablehnt und bekämpft, ist ebenso sein Sklave, wie jener, der glaubt durch Geld frei und mächtig zu werden. Die wirklich Reichen wissen um die Illusion des Geldes Bescheid und sind nicht von ihm abhängig und mit Sicherheit vergöttern sie Geld nicht. Das wäre ein typisches Kennzeichen von „armen“ Leuten, wobei mit „arm“ nicht notwendigerweise der Mangel an Geld gemeint ist, sondern lediglich die psychische Abhängigkeit davon. Viele „arme“ Menschen verfügen über große Vermögen und Unmengen an Geld, während viele „Reiche“ kein übervolles Konto aufweisen können. Nachdem wir uns auf dieser Internet-Seite auch mit Reichtum beschäftigen, ist es unumgänglich die Gefahren zu beleuchten, die damit in Zusammenhang stehen. Geld zu haben, als ob man keines hätte, und keines zu haben aber so zu sein, als ob man welches hätte: Das ist es, worauf es letztlich ankommt und was wahren Reichtum ausmacht – eine psychologische Reife, die in einer materiellen Welt nicht zu erlangen ist. Wie Michel de Montaigne treffend bemerkt, ist es nicht genug sich örtlich vom Volk zu entfernen, sondern man muss sich auch von der „Weise des Volkes“ entfernen. Wenn wir uns lediglich trennen, um Abstand zu gewinnen, so erkennen wir damit nichts, denn wir haben uns selbst noch nicht verändert, sondern tragen das „Gemeingut“ unserer Erziehung sonst immer mit uns, wo immer wir auch hingegen. Das ist das letzte Band, das wir durchtrennen müssen, um klar sehen zu können.

 

Euer O. M.

 

 

Wert und Unwert der Geschichte

Die Geschichte soll man studieren, um aus ihr zu lerTheseustempelnen. So heißt es landläufig und ohne viel darüber nachzudenken stimmt man solchen Aussagen gemeinhin zu, die doch so vernünftig scheinen. „Lernen Sie Geschichte!“ wird oft einem Gegner entgegen geschleudert und meint damit doch nichts anderes als eine Beleidigung von der Art „Sie haben ja keine Ahnung“ oder gar „Sie sind dumm“. Lassen wir uns durch Worte nicht täuschen – sie sind Schall und Rauch – haben lediglich symbolischen Charakter und eignen sich, ganz nebenbei erwähnt, kaum, um miteinander wirksam zu kommunizieren (spätestens seit Alfred Korzybski und seiner „Allgemeinen Semantik“ dürfte das den meisten klar geworden sein). Lasst uns einmal diesen Gegenstand „Geschichte“ genauer betrachten, um herauszufinden, welchen Wert sie für uns haben kann und worin wir möglicherweise einer beliebten Narrative auf den Leim gegangen sind.

Die Geschichte der Menschheit kann als eine Erzählung des Geborenwerdens verstanden werden. Dabei ist das Geborenwerden ein dauernder Prozess, der, wie es aussieht, kein Ende findet. Innerhalb dieses Vorgangs des Werdens, gibt es verschiedene Phasen, in denen sich jeweils die Paradigmen ändern, in denen sich vor allem das Bewusstsein der Menschheit ändert. Innerhalb einer historischen Phase können relativ verlässliche Schlüsse auf zukünftige Entwicklungen gezogen werden. Tritt die Menschheit jedoch in eine andere Phase ein, können wir aus der alten Phase keine Rückschlüsse mehr auf die Zukunft ziehen. Das ist der Große Irrtum, dem wir nur allzu leicht unterliegen, nämlich dass wir denselben Maßstab an alle Epochen der Geschichte anlegen und nicht berücksichtigen, dass das Bewusstsein und die Paradigmen jeweils verschieden waren und auch wir selbst nicht außerhalb der Geschichte stehen und einen „objektiven“, das heißt einen „wahren“, Maßstab anlegen können.

Die Entwicklung der Menschheit aus der Perspektive des Bewusstseins

Die Entwicklung der Menschheit kann aus der Perspektive des Bewusstseins in drei große Phasen eingeteilt werden. Freilich gibt es eine Menge weiterer Unterteilungen, die man innerhalb dieser Phasen vornehmen kann, doch ich beschränke mich hier auf die gröbsten und dabei entscheidendsten Faktoren, denn sie sind es, die es uns ermöglichen den größtmöglichen Betrachtungsrahmen zu wählen.

Über die längste Zeit der Menschheitsgeschichte hinweg, war die Menschheit wie die Tiere, ohne Bewusstsein ihrer selbst; es war ein Zustand des „Paradieses“, ohne Vorstellung von Gut und Böse, und vor allem ohne Vorstellung von sich selbst (das Ego). Dann ereignete sich vor wenigen Jahrtausenden ein erster Bewusstseinssprung (durch welche Umstände – Evolution, Eingriff Gottes oder von Außerirdischen durch DNA-Manipulation – kann hier dahingestellt bleiben). Die Menschheit wurde sich ihrer selbst bewusst und das Individuum wurde zum ersten Mal fähig „Ich“ zu sagen. Zwangsläufig verbunden war damit auch das „Du“ und ganz allgemein das „andere“. Der Mensch fühlte sich nun von den Dingen, die ihn umgaben, getrennt, identifizierte sich durch den neu gewonnenen Sinn des Bewusstsein, das nun in der Lage war sich „haben“ und „nicht haben“ vorzustellen, mit seinem Körper und in weiterer Folge auch mit den Dingen (und Menschen), die er sich zurechnete (sein Eigentum). Diese Phase ist gekennzeichnet durch Abhängigkeit. So wie ein kleines Kind völlig von seinen Eltern abhängig ist, so fühlte sich der Mensch nun abhängig von anderen, der Natur, dem Stammeshäuptling, dem Staat, der Regierung und der Gesellschaft als Ganzes. Mit diesem Stadium ist notwendigerweise Angst verbunden – Angst, dass die Versorgung durch jene, von denen man abhängig ist, unterbleiben könnte, dass man aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden könnte, wenn man sich nicht gehorsam zeigt und die allgemeine Ansicht teilt, dass Missernten und Naturgewalten einen das Leben und die Gesundheit kosten könnten. Deshalb entwickelten die Menschen Rituale und in der Folge organisierte Religionen, die den getrennten Menschen „retten“ sollten. Man betete zu Göttern und Naturgewalten und brachte ihnen Opfer (allzu oft Menschenopfer) dar, um sie gnädig zu stimmen. Könige herrschten über die Menschen mit der Begründung die Götter hätten sie zu den Führern der Menschen bestimmt.

Nach der Phase der Kindheit, trat die Menschheit allmählich in die nächste Phase ein. Diese war gekennzeichnet durch die Rebellion, durch das Aufbegehren des Individuum gegen die Gattung (nach August Comte), sowie die Infragestellung der herrschenden Autoritäten. Geistige Wurzeln dieser Entwicklung sind gewisse philosophische Vorstellungen der griechisch-römischen Antike, der humanistischen Religionen (etwa das Christentum), sowie seit der frühen Neuzeit die Renaissance und in weiterer Folge die Aufklärung und die sozialen und liberalen Bewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts. Alle diese Bewegungen zielten auf die Befreiung des Menschen ab, beginnend mit der intellektuellen Freiheit, über die politisch-rechtliche Freiheit, bis hin zur psychisch/spirituellen Freiheit. Ungerechtigkeiten aller Art (Rassismus, Sexismus, Diskriminierungen von Minderheiten etc.) wurden angesprochen und nach hartem Kampf (mit viel Blutvergießen) allmählich zurückgedrängt. Es war dies der Zeit der großen Revolutionen (technologisch, politisch und sozial). Hierhin fällt auch der Übergang der klassischen Gesellschaft (aus Phase 1), die durch strenge Hierarchien, Gehorsam und Statik gekennzeichnet war. Was entstand war die moderne Gesellschaft, die Gesellschaft der Gleichheit, der Freiheit und der Dynamik. Diese Phase dauert in vielen Gebieten der Erde bis heute an. Es ist dies ganz allgemein gesprochen eine Phase, die mit dem Jugendalter, dem Alter der Teenager, verglichen werden kann. Gegen alles wird aufbegehrt, Autoritäten werden infrage gestellte und in den meisten Fällen verworfen. Das Thema dieser Phase ist Unabhängigkeit – es geht darum alle Abhängigkeit der Phase 1 (der Kindheitsphase) hinter sich zu lassen. Der Nachteil dieser Phase ist die Vereinzelung, das Streben nach Konkurrenz und Wettbewerb und das übersteigerte Ego, das sich im schlimmsten Fall im Narzissmus äußert.

Die dritte Phase meiner Betrachtung ist jene, in die wir gerade dabei sind einzutreten. Es ist inzwischen unzweifelhaft, dass wir größere Veränderungen auf allen Ebenen erleben (Technologie, Kommunikation, Klimawandel, politische Krisen, Finanzkrisen, Wirtschaftskrisen, Zusammenbruch ganzer Staaten, Terrorismus und und und – die Liste ist endlos), als unsere Vorfahren seit sehr langer Zeit. Es ist schwer auch nur halbwegs den Überblick zu bewahren. So ist die Informationsmenge, die ein Individuum heute zu verarbeiten hat, mehr als fünfmal größter, als noch vor 30 Jahren! Diese Veränderung spielt sich hauptsächlich im Geist, im Bewusstsein, der Menschheit ab und zwar kollektiv, als auch individuell. Wie es aussieht sind wir dabei als Menschheit „erwachsen“ zu werden, also völlig neue Paradigmen zu entwickelt, die die Phase 2 (Unabhängigkeit) ablösen. Was vor uns liegt, dürfte jedoch kein Rückfall in die alte Knechtschaft (wie in Phase 1) sein, sondern eine Vereinigung der Menschen auf höherer Ebene. Wir haben uns erfolgreich befreit, sind von der Abhängigkeit zur Unabhängigkeit gelangt, doch nun erkennen wir, dass in unserem Universum alles mit allem verbunden ist und dass es eine Unabhängigkeit, so wie wir sie uns bisher vorstellten, überhaupt nicht geben kann. Wir waren in Phase 2 einer Illusion unterlegen. Nun geht es darum die Interdependenz aller mit allem zu erkennen, des Einssein aller Dinge und Wesen im Universum gewahr zu werden und einzusehen, dass nur die Kooperation, nicht die Konkurrenz uns weiterbringen kann. Altruismus und Egoismus sind keine Widersprüche mehr, sondern bilden eine Einheit. Wenn alle untrennbar miteinander verknüpft sind, dann ist das Wohl jedes einzelnen im Wohl aller zu suchen. Altruismus wird dann zur klügsten Sache überhaupt, denn er führt genau zu dem, was sich Egoisten in Phase 2 stets gewünscht haben und nie errechten (ein erfülltes Leben). Auf den Umstand, dass Altruismus die beste Art des Eigennutzes ist, hat etwa der Dalai Lama schon immer hingewiesen. Der „Bewusstseinssprung“ der Menschheit ist unumkehrbar eingeleitet worden und wir tun alle gut daran keinen Widerstand zu leisten, sondern darauf zu vertrauen, dass die heftige „Geburtswehe“, die wir gerade erleben uns nicht umbringen wird, sondern in eine neue Phase des Verständnisses bringen wird. Möglicherweise werden wir den Weltfrieden, das Ende von Hunger, Armut und Krankheit, sowie ein geldloses, auf Kooperation aufbauendes Wirtschaftssystem erleben – ein System, das dem Menschen dient und nicht die Menschen dem System anpasst. Der Übergang von Phase 1 zu Phase 2 (klassischer zu moderner Gesellschaft) erfolgte durch Revolution; der jetzige Übergang von Phase 2 zu Phase 3 jedoch erfolgt durch Transformation. Darauf müssen stets bedacht sein, damit wir nicht in die alten Muster des Kampfes zurückfallen.

Was man aus der Geschichte lernen kann

            Die Dummheit kann man mit Sicherheit aus der Geschichte lernen, die Dummheit in all ihren Facetten, in all ihren. Freilich müsste man meinen jede Eselei, jede Unvernunft sei schon einmal da gewesen, doch die Erfahrung zeigt, dass die Menschheit immer noch neuen Unfug sich auszudenken vermag. In dieser Beziehung sind wir wohl sehr kreativ, viel kreativer als darin das Leben für uns alle besser zu machen.

Wir können aus der Geschichte jedoch ersehen, wie unterschiedlich menschliche Kulturen auf dieselben Probleme reagieren und dass es oft viele verschiedene Lösungen gibt, die alle mehr oder weniger funktionieren. Wir sehen, dass es eine Engstirnigkeit ist zu glauben, dass es nur einen Weg geben können – den einen Weg und keinen anderen. Auch erkennen wir, dass sich die Dinge ändern und Lösungen, die einmal funktioniert haben, in späteren Zeiten völlig versagen können. Es ist deshalb vor allem große Vorsicht geboten, wenn es um „Traditionen“ geht. Damit mag zwar einiges an Sicherheit und Vertrautheit verbunden sein, ja sogar eine Verbundenheit mit den Vorfahren, doch die Erfahrung zeigt, dass das allermeiste, was als „Tradition“ bezeichnet wird, kaum einen praktischen Wert mehr hat. Wo eine „Tradition“ Schaden verursacht, gibt es keinen vernünftigen Grund mehr, an ihr festzuhalten.

Eine Sache und das ist wahrscheinlich die größte Hoffnung, die wir haben, die wir aus der Geschichte lernen können, ist die berechtigte Erwartung, dass die Dinge unterm Strich immer besser werden. Wir leben heute länger als je zuvor, wir sind gesünder und beherrschen uns selbst und die Natur auf eine Weise, wie niemals zuvor. Im Verhältnis hungern heute weitaus weniger Menschen auf der Welt als noch vor Jahrzehnten. Neue Innovationen machen große Hoffnung den Hunger auf der Welt vollständig zu besiegen, allen Menschen sauberes Trinkwasser zu ermöglichen. Vor allem aber ist durch die Informationstechnologie, über die sogar die Ärmsten verfügen, die gesamte Menschheit miteinander verbunden. Individuen über alle Kontinente hinweg können sich nun gegenseitig Unterstützen, ganz ohne offizielle Kanäle oder gar Geld in die Hand nehmen zu müssen. Menschen sind in der Lage jedes Problem zu lösen, das es überhaupt geben kann. Die Chancen auf Lösungen für unsere persönlichen und globalen Probleme nehmen durch die weltweite Vernetzung der Menschen sehr stark zu.

 

Was man aus der Geschichte nicht lernen kann

            Auf den Punkt gebracht: Die Wahrheit kann man aus der Geschichte nicht entnehmen! Die Zukunft kann man nicht aus der Vergangenheit lernen, ja jede Art von „Zukunftsforschung“ ist in Wahrheit Quacksalberei, Scharlatanerie, das Hegen von Phantasievorstellungen, seien sie nun positiver oder negativer Natur.

Wir können aus der Geschichte nicht lernen, wozu wir in der Lage sind, welche Erfindungen noch möglich sind, welche Entwicklung die Menschheit noch nehmen kann. Kurz: wir können die Geschichte nicht zurate ziehen, wenn es darum geht herauszufinden, wie weit das menschliche Potenzial geht. Die Entwicklung hat jedenfalls gezeigt, dass seit einigen Jahrhunderten sich das Wissen exponentiell Ausbreitet, dass Wissenschaft und Technik in einem immer größeren Tempo und Ausmaß die Welt verändern, auf eine Art, die die größten Optimisten der Vergangenheit sich nicht vorstellen konnten.

Werte sind wandelbar und entsprechen dem jeweiligen Entwicklungsstand des Bewusstseins einer bestimmten Gesellschaft. Auf Grundlage dieser Werte ist eine Epoche oder eine Gesellschaft zu verstehen, doch daraus allgemeine Schlüsse auf die gesamte Menschheit zu ziehen ist sehr gefährlich und in den allermeisten Fällen grober Unfug. Vorsicht ist deshalb geboten, wenn es um „alte Werte“ handelt, denn nur nach einer genauen Prüfung, ohne Sentimentalität, können wir entscheiden, ob sie für unsere Gesellschaft, in unserer Zeit, noch Sinn machen.

Dürfen wir den Menschen früherer Zeiten ihre Handlungen vorwerfen? Sind Menschen überhaupt für ihre Handlungen verantwortlich? Standardmäßig beantworten wird diese Frage mit ja, denn unsere bisherige Kultur hat dies stets angenommen – freilich ohne jemals einen stichhaltigen Beweis dafür erbracht zu haben! Die Unterscheidung von Gut und Böse ist typisch für die weniger entwickelten Phasen der Menschheitsgeschichte, sie gehört jedenfalls nicht mehr ins 21. Jahrhundert und zu der Zeit, in die wir gerade dabei sind einzutreten. Untersucht man den Menschen und will man möglichst vorurteilsfrei erkennen, worum es im menschlichen Leben im Grunde geht und wer der Mensch eigentlich ist, erkennen wir, dass das menschliche Verhalten von seinen Genen und seiner Sozialisation abhängt. Unsere Gene haben wir nicht gewählt und wie wir aufgewachsen sind, wer uns geprägt hat, ebenso wenig. Und doch sind es dieses Dinge, die uns so handeln, denken und fühlen lassen, wie wir es tun. Wie könnten wir also für unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen Verantwortung tragen?! Diese Macht besitzen wir überhaupt nicht, dazu sind wir nicht in der Lage. Trotzdem ist es ein Paradigma unserer Zivilisation, dass dem so sei. Kein Wunder, dass wir so viele Schwierigkeiten mit „sozialem Fehlverhalten“ haben – wir kümmern uns nicht um die Realität, sondern halten an Dogmen fest, die in der Regel nicht einmal bewusst sind. Wir akzeptieren bei Kindern ohne weiteres, dass sie nicht oder nur eingeschränkt für ihr Verhalten verantwortlich sind, doch von einem Tag auf den anderen (Mündigkeit) ändert sich alles. Der Mensch wird in der Kindheit geprägt und wenn er erwachsen ist, ist er längst nicht mehr in der Lage noch etwas zu ändern, und doch verhalten wir uns so, als ob dem so wäre. Wir machen Menschen genau dann für ihr Verhalten verantwortlich, wenn sie gerade diese Macht am wenigsten mehr haben. Die gängigen Vorstellungen von Verantwortung sind völlig absurd. „Gute“ Menschen entstehen in einem „guten“ Umfeld. Haben wir also, dass Menschen sich soziale verhalten, dann müssen wir für eine Umgebung sorgen, in denen dieses Verhalten entstehen kann und nicht das antisoziale Individuum für sein Fehlverhalten verantwortlich machen. Was solche Menschen brauchen ist nicht Strafe, sondern Heilung – und diese erfolg durch Liebe, Aufmerksamkeit und vor allem Mitgefühl. Aber genau diese Dinge erhalten solche Menschen in unserer Gesellschaft am wenigsten. Es ist kein Wunder, dass die Gesellschaft deshalb ständig weiter geschädigt wird. Wenn wir diese Zusammenhänge erkennen, dann können und müssen wir unsere Einstellung und unser Verhalten solchen Menschen gegenüber entsprechend ändern!

Die Wissenschaft hat uns viele Erkenntnisse über den Menschen und sein Verhalten geliefert, doch diese Erkenntnisse fließen kaum oder überhaupt nicht in unsere Gesetzgebung oder in unser soziales Verhalten ein – sie kommen bei den Menschen auf der Straße kaum an. Wenn wird die Welt zu einem besseren Ort machen wollen, dann müssen wir uns von der Realität leiten lassen und alle Dogmen begraben – im 21. Jahrhundert haben diese nichts mehr verloren.

Solange wir noch dualistisch denken, solange wir in einfachen Kategorien von Gut und Böse denken, bleibt die Menschheit immer unreif. Lasst uns in Kategorien von Ursache und Wirkung denken. Doch Vorsicht! Nicht das monokausale, sondern nur das vernetzte Denken, kann uns in der neuen Zeit weiterhelfen. Zu glauben, dass A nur zu B führe und alle anderen Neben- und Fernwirkungen zu vernachlässigen, ist ein Zeichen von Kindlichkeit, die wir uns heute nicht mehr leisten können. Seien wir deshalb nicht wie die Politiker, sondern reife Menschen des 21. Jahrhunderts. Das sind wir uns selbst und der Welt schuldig.

Euer O. M.

Seine Routine durchbrechen

Routine durchbrechenDas neue Jahr ist nun bereits ein paar Tage alt. Zeit, um mit einigen Gewohnheiten zu brechen. Ich meine damit hier allerdings nicht jene Dinge, die offensichtlich einer Veränderung bedürfen, bei denen wir unseren inneren Schweinehund überwinden müssen, also all jenes, was jedes Jahr aufs neue in Neujahrsvorsätzen formuliert wird – nein, ich spreche hier von Dingen, die uns meist nicht bewusst sind und an die wir nicht sogleich denken, wenn von „Verhaltensänderung“ die Rede ist. Es geht viel mehr um jene Dinge, die wir leicht übersehen können, das was als selbstverständlich gilt und meist überhaupt nicht als Routine, sondern als Umgang mit der „Wahrheit“, bzw. der Realität verstanden wird.

Um mit Routinen zu verfahren, sollten wir uns von Zeit zu Zeit selbst einer geistigen Revision unterziehen, um herauszufinden, ob unsere, für uns typischen, Verhaltensweisen noch einen Sinn ergeben, oder ob wie sie besser durch andere ersetzen. Dazu bedienen wir uns am besten eines vierstufigen Prozesses:

  1. Bewusstwerden der Routine
  2. Hinterfragen, was der Nutzen der Routine ist
  3. Erweiterung der Perspektive durch Einnahme neuer Positionen
  4. Herausfinden, ob es einen besseren Weg gibt, gewohnte Dinge zu tun

Der Vorteil der Routine

Im Leben über Routine zu verfügen, ist an sich keine schlechte Sache, auch ist sie für jeden normal veranlagten Menschen unabwendbar, ist doch das Erschaffen und Durchführen von sich ständig wiederholenden Verhaltensweisen ein natürlicher Prozess unseres menschlichen Geistes. Die damit verbundenen Vorteile sind unbestritten und bilden ein wesentliches Element, um mit Routinen fortzufahren, vor allem dann, wenn wir uns unserer gewöhnlichen Verhaltensweisen bewusst geworden sind.

Routinen schaffen Sicherheit und entlasten den Geist, der sich ansonsten ständig mit Dingen beschäftigen müsste, die in einem Großteil der Fälle gleich oder ähnlich ablaufen, so dass damit meist nur wertvolle Energie verschwendet würde. Routine kann unsere Leben vereinfachen, Zeit und Energie freihalten für Dinge, die wirklich neu sind und unsere Aufmerksamkeit brauchen – kurzum: Routine hat ökonomische Vorteile.

 

Die Fallstricke der Routine

Aber es gibt bei der Routine auch nicht zu unterschätzende Nachteile, die die Vorteile in vielen Fällen sogar deutlich übertreffen können. Dies gilt vor allem dann, wenn ein Verhalten über lange Zeit hinweg geübt und niemals mehr einer Reflexion unterzogen wird.

Routinen können sich derart verfestigen, dass es uns kaum mehr möglich ist die Welt anders als durch diese Routine hindurch zu betrachten. Routinen bestehen nicht nur in Verhaltensweisen, sondern vor allem auch in Denkweisen und gerade in diesen liegt eine der größten Gefahren für unser Leben. Die wahre Ursache für viele Dummheiten im Leben liegt in einem starren Denken, also in einer verhärteten Routine, die Flexibilität verhindert und uns mitunter immer weiter von der Realität entfernt. So kann es geschehen, dass eine Routine, die einstmals sinnvoll war und uns gute Dienste leitstet, mit der Zeit zum größten Hindernis für unseren Fortschritt und unseren Erfolg wird. So werden wir mitunter sogar dumm durch unsere Routinen! Der Geist kann durch Routine sehr träge werden und je älter wir werden, desto weniger können wir dann auf der einen Seite den „Puls der Zeit“ wahrnehmen, andererseits verfestigst sich unsere Meinung immer stärker und wir glauben immer mehr die Welt sei verrückt geworden, anstatt uns der Realität zu stellen und zuzugeben, dass wir es sind, die immer weniger von der Wirklichkeit wissen.

Es gibt inzwischen eine Routine in vielen Teilen der westlichen Welt, gerade auch in West- und Mitteleuropa, die als „politische Korrektheit“ bekannt ist. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um reine Prüderie, um Spießertum, eine moderne Art von Dummheit, da der Geist von „politisch Korrekten“ in dieser Idee erstarrt ist und Freiheit, Flexibilität und vor allem den Kontakt mit der Realität nicht mehr zulässt. Wenn du also „politisch korrekt“ bist, dann bist du einer modernen Manipulation zum Opfer gefallen, einem Abwürgen der Lebendigkeit, wie man es heutzutage nicht selten beobachten kann.

Die therapeutische Wirkung der Routinedurchbrechung

So hart und unangenehm es für uns auch sein mag, so sehr heilen wir uns doch selbst dadurch, dass wir bewusst unsere Routinen durchbrechen. Oft muss Medizin bitter schmecken, damit sie nützt, das gilt auch für den mentalen Bereich.

Durchbrich deine Routine öfters dadurch, dass du das Gegenteil von dem tust, was für dich üblich ist: bist du müde, so gehe aus, tanze, singe, unterhalte dich oder dergleichen, tue irgendetwas, das der Müdigkeit ganz und gar nicht entspricht. Umgekehrt, wenn du dich sehr aktiv fühlst, halte ein Nickerchen, schlafe oder meditiere. Es geht hier vor allem darum, dem eigenen „Instinkt“ entgegenzuwirken und die Erfahrungen, die du dabei machst, bewusst wahrzunehmen, zu registrieren, wie sich dadurch die Wahrnehmung der Welt verändert – das Fühlen, aber gerade auch das Denken. Bist du schüchtern, dann verhalte dich mutig, bist du extrovertiert, dann verhalten dich einmal introvertiert, schüchtern, gehemmt und erfahre, wie sich dies anfühlt.

Versuche die Welt mit den Augen anderer Menschen zu sehen, vor allem mit jenen von Menschen, mit denen du normalerweise nichts zu tun hast, die du mitunter überhaupt nicht ausstehen kannst. Dies wird dein Verständnis für andere Menschen verbessern und dich gleichzeitig mit Skills ausstatten, die es dir erleichtern mit Menschen der unterschiedlichsten Herkünfte und Weltanschauungen zurecht zu kommen. Wenn du es dir zur Gewohnheit machst, die Welt immer aus verschiedenen Perspektiven heraus zu betrachten, gerade auch aus jenen deiner Gegner, dann wirst du weitaus kompetenter im Bereich der Konfliktlösung werden und einen „Zugang“ zu immer mehr Menschen unterschiedlichster Art finden. Dadurch erlangst du im sozialen Bereich Respekt, denn Individuen, die in der Lage sind mit sehr unterschiedlichen Menschen zurecht zu kommen, sind ziemlich selten zu finden. Die meisten kommen am besten mit ihresgleichen zurande, bzw. mit Leuten, die nicht allzu sehr von ihnen selbst abweichen. Mit den meisten anderen gibt es mehr oder weniger große Schwierigkeiten.

Einige simple Dinge, um seine Gewohnheiten zu durchbrechen

  • Steh zu einer ungewöhnlichen Zeit auf und geh zu einer für dich ungewöhnlichen Zeit zu Bett
  • Wechsle, das Handgelenk, an dem du deine Armbanduhr trägst: von rechts nach links und vice versa.
  • Tu Dinge mit der linken Hand, die du ansonsten mit der rechten tust und umgekehrt.
  • Sage „nein“, wozu du gewöhnlich „ja“ sagst.
  • Iss und trink Dinge, die du normalerweise nicht anrühren würdest.
  • Stelle dich einmal bewusst auf die Seite von gesellschaftlichen Außenseitern, von Leuten, die von der Mehrheit abgelehnt werden. Habe zum Beispiel Verständnis für Menschen, die abergläubisch sind, die nichts von politischer Korrektheit halten oder radikale, ja vielleicht sogar kriminelle Lösungen für Probleme propagieren. Wie sieht die Welt aus der Sicht dieser Menschen aus? Gibt es Punkte in ihrer Denkweise, die durchaus logisch und vernünftig sein könnten?
  • Trage einmal Kleidung, die du ansonsten niemals anziehen würdest. Kleider machen Leute und die Veränderung des Stils, der Farbe etc. auf diesem Gebiet wirkt sich stets deutlich auf das Lebensgefühl aus. Welches sind deine Lieblingskleidungsstücke? Wie fühlt es sich nun an etwas völlig Ungewöhnliches zu tragen?

Euer O. M.

 

12 Fragen zum Jahresende

 

2015 nähert sich mit Riesenschritten, 2014 liegt in den letzten Zügen – höchste Zeit das vergangene Jahr Silverster 2014Revue passieren zu lassen und die Planung für das neue vorzunehmen. Hier geht es jedoch jetzt nicht um die allgemeinen politischen, gesellschaftlichen oder sonstigen Ereignisse auf der großen „Bühne“ der Welt, sondern um die ganz persönlichen Dinge, die für jeden einzelnen von uns 2014 ausgemacht haben – jene Dinge, die für uns am wichtigsten waren, unabhängig davon, was die Welt davon denken mag.

Deshalb, meine Freunde, seht euch die folgenden zwölf Fragen an und beantwortet sie möglichst ausführlich und vor allem ehrlich für euch selbst.

Welche Gedanken beherrschen mein Leben?

Das Denken des Menschen formt seinen Charakter und unser Charakter ist unser Schicksal. Wir müssen deshalb sehr auf unser Denken achten und sicherstellen, dass wir immer größere Kontrolle über dieses erlangen. Bringen mich meine Gedanken weiter oder kreisen sie ständig im Kreis? Gib es einen erkennbaren Fortschritt, wenn ich vor einem Problem stehe oder bleibe ich irgendwo hängen? Wenn ja, warum ist dem so?

Wie sehr habe ich meine Ziele im Jahr 2014 verfolgt?

Habe ich mich ernsthaft verpflichtet meine Pläne auch umzusetzen oder habe ich öfters mal „fünf gerade sein lassen“? Wie wichtig nahm ich heuer meine Ziele? War ich dabei nachlässig oder hartnäckig und konzentriert? Wenn ich in diesem Jahr meine Ziele nicht ausreichend verfolgt habe, wie werde ich dann 2015 vorgehen? Was werde ich anders machen?

 

Mit welchen Leuten umgebe ich mich? Mit wem verbringe ich viel Zeit?

Das soziale Umfeld hat einen enormen Einfluss auf uns. Umgeben wir uns mit den falschen Leuten, landen wir fast zwangläufig in einem Leben, das wir nicht wollen und das auch nicht gut für uns ist. Was denken meine Freunde, Arbeitskollegen, meine Familie von den Dingen, die ich im Leben erreichen möchte und von meinen Werten? Wenn sie mich nicht unterstützen sollten, was werde ich im kommenden Jahr daran ändern? Wichtig ist zu erkennen, dass man andere Menschen nicht ändern kann (zumindest nicht auf dem direkten Weg). Wir selbst können uns ändern und tun wir dies, dann sind auch die anderen gezwungen sich uns gegenüber anders zu verhalten – mit allen Konsequenzen, versteht sich.

 

Wie sehen andere mich? Was ist mein Image bei den anderen?

Wie möchte ich auf die Welt wirken und wie wirke ich tatsächlich auf sie? Stimmen die beiden Dinge überein oder gibt es größere oder kleiner Diskrepanzen? Wie werde ich im neuen Jahr daran arbeiten mein Image zu verbessern und andere dazu bringen, mich so zu sehen, wie ich möchte, dass sie mich sehen? Wenn ich Hilfe dazu brauche, woher werde ich sie nehmen?

 

In welcher Umgebung lebe ich?

Wie sieht es an meinen Wohnort aus, in meiner Wohnung, meinem Haus? Gefällt es mir dort, fühle ich mich wohl oder will ich daran etwas ändern? Wenn ja, was werde ich wie ändern? Wenn ich die Menschen oder die Kultur an meinem Wohnort nicht mag, welche Konsequenzen werde ich daraus ziehen? Welchen Preis bin ich für eine Veränderung bereit zu bezahlen?

 

Habe ich meinen Einflussbereich in diesem Jahr ausgedehnt?

Welchen Einfluss hatte ich zu Beginn der Jahres und welchen jetzt am Ende? Habe ich an Macht dazu gewonnen oder verloren? Wie werde ich mir im Jahr 2015 mehr Einfluss verschaffen?

 

Bin ich 2014 unabhängiger geworden?

Hat mir das vergangene Jahr mehr Unabhängigkeit gebracht? Wenn ja, wie ist das geschehen? Welche Menschen hängen am mir, bzw. sind von mir abhängig? Bin ich noch von irgendwelchen Menschen, Institutionen oder Organisationen, welcher Art auch immer, abhängig? Wie wird es damit im Jahr 2015 aussehen?

 

Wie sieht es mit Sport, Ernährung und meiner Energie aus?

Habe ich mich fit gehalten im vergangenen Jahr und mich vernünftig ernährt? Wie wirkt sich Sport und Bewegung bzw. meine Ernährungsweise auf mein Energieniveau aus? Bin ich damit zufrieden oder möchte über mehr Energie verfügen? Wenn ja, wie werde ich das im neuen Jahr erreichen?

 

Wie bin ich mit Rückschlägen umgegangen? Was habe ich aus ihnen gelernt?

Rückschläge sind nur dann Rückschläge, wenn wir aufgeben, ansonsten sind sie nur Feedback und aus diesem müssen wir lernen. Welche Lektionen hat mir 2014 erteilt? Mache ich alte Fehler noch immer oder waren meine Fehlschläge auf neue Verhaltensweisen und Dinge zurückzuführen?

 

Wofür habe ich mich in diesem Jahr begeistert und eingesetzt?

Habe ich mich für etwas ganz besonders eingesetzt im vergangenen Jahr? Wenn ja, wofür? Worauf werde ich mich im neuen Jahr konzentrieren, wo werde ich mich stark einsetzen?

 

Habe ich das Richtige getan?

Wir können fast immer sehr gut zwischen richtig und falsch unterscheiden, das ist keine tiefgehende philosophische Frage. Wie sah es damit im vergangenen Jahr aus? Wenn ich nicht das Richtige getan habe, woran hat das gelegen?

Was muss ich tun, um jenes Leben zu erschaffen, das ich mir wünsche?

Diese Frage ist die wichtigste von allen, denn sie fokussiert und einerseits auf unsere Ziele, andererseits auf den gegenwärtigen Moment und auf unsere eigene Aktivität. Wenn wir unser Leben von dieser Grundfrage aus angehen, dann gibt es keine Schuldzuweisungen, keine „üblen Umstände“ mehr, sondern nur noch Möglichkeiten, Dinge, die in unserer eigenen Hand liegen. Diese Frage muss auf jeden Fall beantwortet werden, um sie kommt ihr nicht herum, selbst wenn ihr die anderen elf übersprungen oder halbherzig beantwortet haben solltet!

 

Am Ende sind wir die Schöpfer unseres Lebens, und wenn wir dabei achtsam und aktiv sind, das Richtige tun, dann ist es, das was wir bewusst kreieren; leben wir jedoch größtenteils auf „Autopilot“ und verhalten uns passiv, dann ist das Leben das, was uns „passiert“. Liebe Freunde, achtet darauf, dass ihr nicht zu dieser zweiten Gruppe gehört, die zwar den größten Teil der Menschheit ausmacht, aber uns niemals als Vorbild dienen sollte. Macht 2015 zum großartigsten Jahr eures bisherigen Lebens! Erschafft euch eine großartige Zukunft, macht das neue Jahr zu einem wahren Erlebnis!

 

Euer O. M.

Zwecklose Debatten

Dabatte1Wie oft kommt es im Leben vor, dass man an Zeitgenossen gerät, die einen in Debatten verwickeln, die aus irgendwelchen Gründen uns für ihre Sache gewinnen möchten und im Falle, dass ihnen dies nicht gelingt sehr grob werden können? Unsere ganze Kultur hat sich auf solche Streitgespräche eingerichtet und liebt sie vor allem dann, wenn sie in der Öffentlichkeit ausgetragen werden, im besten Fall im Fernsehen. Dann ergötzen sich die Massen daran, wenn es ordentlich „heiß“ hergeht. Von politischen Diskussionen bis hin zu den seichtesten Nachmittagstalkshows spielen viele Menschen das Spiel: „Jetzt streitet ihr beiden einmal für uns, denn wir wollen uns unterhalten.“

Vor nicht allzu langer Zeit traf ich einen japanischen Geschäftsmann, der mir erzählte in Japan wären TV-Sendungen sehr beliebt, in denen man Menschen beim Essen zuschauen könne. Ich fand das recht langweilig und verwies darauf, dass ich lieber selbst etwas Gutes essen wollte, als anderen bei deren Mahl zuzusehen. Daraufhin meinte der Mann aus dem Land der aufgehenden Sonne, dies wäre doch viel kultivierter, als anderen dabei zuzuschauen, wie sie sich die Köpfe einschlügen. Bei uns im Westen wären Debatten keine wirklichen Streitgespräche, bei denen versucht würde irgendeine Lösung für die anstehenden Probleme zu finden, sondern lediglich Kampfschauplätze, bei denen jeder versucht den anderen niederzumachen und wer die flottesten Sprüche draufhabe, wer den Gegner am besten in den Boden hineinreden könne, wäre dann der Sieger. Wer wirklich recht hat und wer nicht, würde überhaupt keine Rolle mehr spielen und durchdacht würden die vorgetragenen Konzepte und Argumente ohnehin nicht. Das sei doch die wahre Zeitverschwendung.

Ich gestehe, dass mich dieses Gespräch nachdenklich gemacht hat, sah ich doch nun unsere Streitkultur mehr als eine Fortsetzung der antiken Gladiatorenspiele in der römischen Arena, als eine funktionierende Art Konflikte zu lösen. Dann studierte ich ein wenig die Geschichte und sah viele Beispiele dafür, dass auch in früheren Zeiten ebenso bei uns die Kultur des Streitens ein weitaus höherer Niveau erreicht hatte, als dies heute der Fall ist (selbst bei den gebildeten Schichten, bei denen man annehmen müsste, sie wären zivilisierter). Am überzeugendsten waren für mich die Beispiele aus dem angloamerikanischen Raum und dabei vor allem aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Wer einmal Protokolle der Debatten gelesen hat, an denen ein Abraham Lincoln, ein William Pitt, Benjamin Disraeli oder William Gladstone teilgenommen haben, wird erstaunt sein, wie primitiv das Denken der Politiker unserer Zeit geworden ist. Kaum ein Konzept ist noch durchdacht, äußerst selten wird eine gegenwärtige Situation noch in Beziehung zum größeren Ganzen der Geschichte gesetzt und wie selten wird noch ein Blick in die Zukunft gewagt, indem die gegenwärtigen Entwicklungen zu ihren logischen Konsequenzen fortgezeichnet wird?

Dabei sind die Friedfertigen heute scheinbar auf verlorenem Posten. Gibt es doch überall „Verbalrowdys“, die keine Gelegenheit auslassen Streit zu beginnen und ihr „Rechthaben“ unter Beweis zu stellen. Teilweise erscheint einem eine solche Aufforderung zu einer Debatte wie eine Art Verhör oder einer Kontrolle durch einen übereifrigen Zollbeamten, der feststellen möchte, ob wir für oder gegen ihn sind ob wir zu seiner „Gruppe“ (Partei, Ideologie, Weltanschauung, Religion etc.) gehören oder nicht. Es ist völlig offensichtlich, dass ein Mensch, der uns von vorneherein nicht mag, alle unsere Worte dementsprechend interpretieren wird, es ist völlig vorhersehbar, wohin eine bestimmte Diskussion führen wird. Wir werden Zeit vergeuden, uns wahrscheinlich ärgern und keinerlei Resultate herausbekommen, die für uns von Nutzen sind. Wir werden uns sogar auf das Niveau des Angreifers erniedrigen, wenn wir darauf eingehen. Warum sollte man sich also auf Streitgespräche überhaupt einlassen?

Der „Haken“, an dem wir bei solchen Situationen meist hängen, ist unser eigenes Ego. Was werden die anderen von mir denken, wenn ich mich nicht auf die Diskussion einlasse? Vor allem, wenn man sich in einer Gruppe befindet, wenn man vor den anderen, in deren Augen man gut dastehen möchte, herausgefordert wird, ist es oft schwer einer Auseinandersetzung zu widerstehen. Auch glauben wir oft, dass wenn uns jemand angreift, uns etwas vorwirft und wir darauf nicht regierten, würde unser Schweigen als Zustimmung interpretiert. Dies ist ein Irrtum: Schweigen hat keinerlei Aussagewert an sich. „Wer schweigt, stimmt zu“, ist nichts anderes als ein erneuter Versuch uns in die Arena der Debatte zu zerren. Provokationen gehören zu den beliebtesten Aufhängern, um den unruhigen Geist eins Menschen zu einem Angriff zu reizen. Erkenne dies und widerstehe souverän der Versuchung. Lass den Angriff des anderen ins Leere laufen, mache vielleicht einen kleinen Scherz, lächle oder schüttle einfach nur amüsiert den Kopf. Niemand kann einen erniedrigen, wenn man es nicht zulässt und wir lassen es erst zu, wenn wir dem entsprechenden Gedanken in uns erlauben sich festzusetzen. Gib anderen nicht diese Macht über dich!

Es gibt zwar eine „hohe Kunst“ des kultivierten Streitens, der Streit zwischen Gentlemen, bzw. Ladies, doch sind diese Fälle in der Praxis sehr selten, basieren sie doch auf einem hohen Maß an Selbstrespekt und -kontrolle, sowie Anstand und Manieren, sowie sozialer Gewandtheit, die nicht sehr häufig anzutreffen ist. In der Praxis müssen wir von einer weitaus weniger zivilisierten Art des Streitens ausgehen. Dieser Beitrag handelt auch nicht von dieser kultivierten Art des Streiten, welche durchaus auch ein gewisses Vergnügen bereiten kann, sondern jene Art, die eine reine Zeit- und Energieverschwendung darstellen.

In den meisten Fällen dienen Streitgespräche dazu uns von unseren Zielen abzubringen, unseren inneren Frieden zu zerstören und jemandem das Gefühl zu geben „Recht zu haben“ – das wesentliche Motiv von notorischen Streithammeln. Der einfachste Weg mit einem anderen in Streit zu geraden ist es seine Werte und Überzeugungen anzugreifen, vor allem dann wenn es sich um die Kernüberzeugungen in seinem Leben handelt. Generell gilt: im menschlichen Kontakt tunlichst zu vermeiden diese Überzeugungen anzugreifen, völlig unabhängig davon, wie man persönlich dazu steht. Leider können viele es nicht lassen bei den Menschen, die sie nicht mögen, gerade hier anzusetzen und erzeugen so meist unnötigen Ärger. Feinde im Leben zu haben ist manchmal unvermeidlich, doch bewusst Feinde zu suchen, ohne irgend einen Nutzen davon zu haben, ist nicht nur in höchstem Maße dumm, sondern meist auch pathologisch (Psychiater kennen so etwas wie eine „Konflikt-getriebene“ Persönlichkeit).

„Moralische“ Auseinandersetzungen muss man vermeiden, wo es geht, sie sind viel zu blutig und einer Lösung am allerwenigsten zugänglich. Wenn es „ums Prinzip“ geht, dann weiß man, dass an eine vernünftige Lösung nicht mehr zu denken ist, dann regiert die Ideologie und auf persönlicher Ebene das Ego. Wer hier noch eine Lösung glaubt, der kann genauso gut auch an den Weihnachtsmann glauben.

Entscheidend ist, dass wir unsere Achtsamkeit so weit trainiert haben, dass wir die Fallstricke von Debatten erkennen, dass uns klar, ist, dass wir hier von unserem „Weg“ abgebracht werden sollen und dass keine vernünftigen Resultate erwartet werden können. Wenn Sie nicht gerade ein Politiker im Wahlkampf sind, der um jede Stimme kämpft und der es sich nicht erlauben kann Angriffe unbeantwortet zu lassen, holen sie tief Luft, sehen sich die Situation von „oben“ an und lächeln einfach. Da fällt mir noch einmal Japan ein. Ein japanisches Sprichwort besagt: „Wer lächelt ist immer der Sieger.“

Ihr O. M.

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